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 Zu viel für ein Leben

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Renji Abarai
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BeitragThema: Zu viel für ein Leben   Sa Apr 23, 2011 10:07 pm

Prolog

Erste Erinnerung

Ein Tropfen fiel in eine kleine Pfütze, das Echo war so laut und doch schien es niemand zu hören, ausser ihr. Sie sagte nichts und vernahm ausser dem Geräusch des Wassers keinen anderen Laut. Was war geschen?

Fragte sie sich nun schon seit geraumer Zeit. Ein dunkler Raum in dem sie sah, zumindest nahm sie dies an. Denn ob ihre Augen offen oder geschlossen waren, konnte sie nicht sagen. Es blieb dunkel. Die letzte Erinnerung die sie barg, war eine im Grunde schöne.

Mit ihrer Mutter war alles abgesprochen, sie durfte zu ihrem Vater. Alles war geplant, wie immer überlies die Mutter nichts dem Zufall. Der Treffpunkt, was bis auf das Mädchen und Ihre Mutter gänzlich leer. Die Frau schimpfte, was der Vater der kleinen doch für ein Nichtsnutz wäre, doch die Freude der kleinen lies nicht nach. Unbeirrt starrte sie auf die Straße, denn irgendwann würde er schon auftauchen.

Etwar eine Stunde war vergangen und die Mutter entschuldigte sich bei ihrem kleinen Liebling mit den Worten, sie müsse Telefonieren. Das Mädchen nickte stumm, ihre Mutter verschwand. Nun war sie allein, ihre Aufregeung ließ einfach nicht nach. Angst kannte sie nicht, diese brauchte sie nie zu fürchten, ihre Mutter passte immer auf sie auf. Dachte das Mädchen in blindem Vertrauen.

Wenig später erschien ein Metall-rotes Auto, die Kinderaugen erstrahlten vor Glück. Endlich war er da. Der Vater stieg aus dem Fahrzeug aus und grade als die kleine los laufen wollte, spührte sie einen heftigen Schlag auf den Kopf. Seit dem war es dunkel.


Angst verspürte sie immer noch keine, denn das Vertrauen, in ihre Mutter und ihren Vater, die in der Nähe waren, als das Unglück geschah, war nicht versiegt.

Auch wenn sie noch klein und unwissen war, schätzte sie die Zeit, in der sie schon wach war auf etwa zwei Stunden. Zwei Stunden in denen sie sich ungefähr einen Plan machen konnte wo sie war.

Es war dunkel, ob durch etwas direkt vor ihren Augen wusste sie nicht, aber dennoch sah sie nirgendwo Licht. Nicht mal einen spalt breit, wie bei einer Tür oder einem Fenster. Es blieb dunkel, egal wie sehr sie sich auch bemühte etwas zu sehen.

Bereits seit dem Erwachen, taten ihr die Arme weh. Sie waren verbunden worden, wodurch die handgelenke des Mädchens schmerzeten. Um diesen Schmerz mindern zu können wollte sie aufstehen, doch sie stand bereits. Dies jedoch ergab sich, nach einem Test in dem sie die Füße ausstreckte, als Falsch. Sie hing festgebunden über dem Boden, wie weit konnte sie nicht feststellen.

Der Schock über die Erkenntniss, dass sie nicht auf dem Boden war, führte dazu das sie hemmungslos weinte. Es dauerte lang bis sie sich beruhigt hatte, doch es gelang ihr durch ihren Dickkopf. Das Mädchen dachte nur daran, dass sie runter wollte. Daher betastete sie ihre fesseln an ihren Handgelenken. Ein neuerlicher Schock ergriff besitz von ihr, als sie merkte, dass die Fesseln nicht aus einer Schnurr bestand sondern Ketten. Massive Metallketten. Sie weinte und weinte, bist ihr die Kraft ausging und in ihrer unbequemen Lage einschlief.


Der Schlaf war kurz. Das Quietsche einer Tür, Schritte hallten auf dem Betonboden, etwas wurde über diesen Boden geschleift. Zuordnen war dem Mädchen nicht möglich. Geschätzte fünf Minuten, dann heerschte wieder Totenstille. Die kleine Atmete leise, lauschte ob sie noch etwas hören könne, doch es war zwecklos.Doch dann ein klirren von Kettengliedern, sie hohlte tief Luft und wartete. Ihr Lufthohlen war zu laut, das Klimpern hörte schlagartig auf und die Stille hüllte alles ein. Die Lungen des Mädchens brannten wie Feuer, ob sie wollte oder nicht, sie musste zu Atem kommen. Begierig zog sie die ersehnte Masse in sich auf, als sie sich wieder beruhigt hatte schwieg sie, um sich nicht noch mehr zu verraten als ohne hin schon. „Hallo?“ Hörte sie, sagte jedoch nichts. „Ich hab dich gehört.“ Kam die liebliche Stimme erneut, ein Lachen schwang in den Worten mit. „Wer bist du?“ Fragte sie mit krächzender Stimme zurück. Ein Lachen halte im Raum wieder. „Mein Name ist Sophia.“ Wieder Stille, sollte sie ihren Namen auch nennen? „Was ist? Hab ich etwas falsches gesagt?“ Kam die besorgte und traurige Stimme Sophia´s. „Nein, nein.“ Beschwichtigte das Unbenannte Mädchen. „Es ist nur,...“ Pause, wie sollte sie weiter fortfahren? „Ich kenne dich nicht.“ Brachte sie nun zu Ende. Sophia war erleichtert und seufzte sogleich. Das Stimmt, aber wir sitzen im gleichen Boot.“ Die kleine musste einsehen, dass Sophia recht hatte und dennoch beharkte es ihr nicht, ihren Namen zu verraten. „Raika.“ Murmelte sie kaum hörbar.


Sophia schnapte nach Luft. „Raika?“ Fragte sie mehr als überrascht. „Mein Bruder trägt den Seelennamen “Subaru“.“ Sie grinste, was Raika nicht sah. „Ist es hell?“ Stellte sie eine Frage, die sie nicht nur interessierte sondern auch vom Thema ablenken sollte. „Ja ist es. Warum fragst du?“ Raika schluckte, denn sie merkte das ihre Stimme zu versagen drohte. „ich seh nichts.“ Stellte sie nüchtern fest. „Bist du blind?“ Fragte sogleich Sophia geschockt, jedoch ohne Abscheu oder Vorwurf. „Nein.“ Kam die knappe Antwort und die Stimme klang zum ersten mal in diesem Gespräch freundlich. Nun wusste Raika, sie konne Sophia vertrauen.



Wer Fehler findet, kann sie gerne behalten. ^-^

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Zuletzt von Agito Wanijima am Fr Dez 23, 2011 10:57 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Sa Mai 07, 2011 12:16 pm

Hee mach mal weiter hier O:
Ich finde die FF toll =)

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Sa Mai 07, 2011 9:18 pm

Dankeschön ^^

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Mi Mai 11, 2011 4:48 pm

klingt toll würde gern mehr lesen Very Happy *thumbs up*
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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Mi Mai 11, 2011 8:00 pm

Gut, dann kommt heute noch Kap 1. ^-^

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Do Mai 12, 2011 11:29 pm

öhm, ja also erst mal ein fettes sorry.

ich hab jetz erst gemerkt das kap ein snoch nicht beta-gelesen wurde.
Ich stell es rein, wenn ich fertig damit bin. ^-^

Gomen *verbeug als endschuldigung*

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Sa Mai 14, 2011 11:04 pm

Kap 1 Ein Leben

Die Erinnerungen holten sie immer an ihrem Todestag ein. Traurige und dennoch schöne Erinnerungen. Beide waren sie gefangen gewesen, Sophia hatte ihr diese erträglich gemacht. Würde ich je wieder so vertauen können? Dass würde Raika sich wohl ewig fragen, doch beantworten konnte das nur die Zeit. Immer noch in Gedanken, saß sie da und sah auf das Grab nieder. „Ach Soph.“, seufzte sie, niedergeschlagen.
Ohne Vorwarnung oder Ankündigung legte sich eine Hand auf ihre rechte Schulter. Leicht fuhr sie in sich zusammen, fing sich aber schnell wieder. Denn sie wusste wem diese Hand gehörte. „Wir müssen los kleine.“ Die Hand verschwand von ihrem Platz. Ein letztes mal besah Raika sich die Innschrift des Grabsteins. “Sophia – Geliebter Mensch – Wir suchen dich – 1989 bis 1993“ „Ich finde dich Soph.“, schwor sie sich selbst und ihrer Freundin noch einmal.
Schritte hallten in der Ferne, der Friedhof lag nun leer und verlassen im Wald.

„Rai, du hast immer noch keine Spur?“ „Nein.“ Lucius verzog das Gesicht. „Geht es dir nicht gut?“ „Es geht mir bestens, Cousin.“ Raika betratchtete die beiden, nicht nur äußerlich waren sich Lucian und Lucius ähnlich. Nicht selten war es der Fall, dass sie das Selbe dachten und auch taten. Weswegen die Frage Lucian´s wohl eher der Höflichkeit entsprach, so kannte und mochte man den jüngeren der beiden. Kopfschüttelnd lächelte die Dritte im Bunde, in sich hinein.

Der schwarze Cadillac Eldorado stoppte, die Tür wurde geöffnet. Lucian, der Älteste der drei Passagiere, stiegt als erster hinaus an die Luft. Nach Lucian, der genau wie sein Cousin im Anzug war, entstieg sie dem Wagen. Sie war weder elegant noch graziös gekleidet.
Ein Hosenanzug, und das für ein Mädchen im Alter von 12 Jahren, war wohl nicht das passende Outifit für ein Galadinner. Aber das störte keinen der Drei, denn sie waren nicht ein mal eingeladen und das störte die kleine “Gesellschaft“ noch weniger.
Das Haus glich einem Schloss, so prunkvoll und protzig, das Raika schlecht wurde.
„Jeder kennt seine Aufgabe?“ „Sicher.“ Die elegante Antwort, konnte nur von Lucian stammen. Wohin gegen das trockene „Ja.“ nur von dem Mädchen stammen konnte. Die Beiden waren wie Tag und Nacht, elegant und plump. Lucian seufzte. „Wir sollten Ihr Anmut beibringen.“ „Wohl wahr.“ Raika, die nur drei Schritte von den Cousin´s entfernt stand, hörte alles und schnaufte abfällig. „Ihr spinnt wohl.“ Murmelte sie kaum hörbar, doch Lucian, der immer alles zu verstehen schien, grinste sie an.
Diese Sache, des Gesichts verziehen, hatte ihr schon von Anfang an besonders gut an ihm gefallen. Es machte ihn jünger und liebenswerter. Oft sprach Lucian in einem hochgesteckten Deutsch, das nicht nur Raika auf die nerven ging. Aber wenn er grinste, wirkte er wie ein Engel. „Los Jetzt.“ Herrschte Lucius die beiden an, sie hatten schließlich nicht den ganzen Abend Zeit. Er hatte das Wort und diesem musste Folge geleistet werden.

Die Treppe hatten sie hinter sich gelassen, nun stand die Truppe vor der viel zu großen Tür.
Die beiden Herren öffneten die Tür und Raika betrat den Saal. Die Musik, die selbst draußen zu hören war, stoppte abrupt. Raika sah gelangweilt in die empörten Gesichter der Gesellschafft. Die Begleiter des Mädchens traten neben sie und suchten etwas oder jemanden? Die Gastgeberin schien es unhöflich zu finden, dass dort drei Leute ohne Einladung standen, weswegen sie auf eben diese zueilte. „Was fällt Ihnen ein?“ Brauste sie auch so gleich los. Raika achtete nicht auf sie und ging an der aufgebrachten Person vorbei. Um weitere laute zu vermeiden, schritt Lucian auf die Gastgeberin zu, bevor sie sich auch nur nach Raika umsehen konnte. „Ma´am. Wut steht Ihnen nicht, was halten Sie von einem Tanz?“ Bei dem Wort “Tanz“ sah er zu Lucian, der mit einer Handbewegung klar machte, dass die Musik wieder einsetzen sollte. Die Musiker jedoch waren so perplex, dass sie erst nicht reagierten, als sie allerdings den Blick des Mädchens sahen, spielten sie. Nun gut, den Wiener-Walzer, aber Lucian musste tanzen, wobei sich werder Raika noch Lucius weiter um die Musikgruppe kümmerten. Die Gäste wussten nicht wie ihnen geschieht, doch als sie sahen dass sich die Gastgeberin blendend mit einem der Neuankömmlinge amüsierte, nahmen sie ihre Unterhaltungen wieder auf. Nach und nach kehrte die Ausgelassenheit zurück und man vergass die Unterbrechung einfach. Somit konnte Raika unbemerkt in die hinteren Bereiche des Anwesens vordringen. Immer in dem Wissen, dass Lucian und Lucius ihre Rückendeckung waren.

Wo war nur der Gastgeber? Das Mädchen hatte sogut wie jeden Winkel abgesucht, nur noch ein Zimmer war ihr geblieben. Zuerst hieß es lauschen, ob nicht etwas vor sich ging. Die ersten zwei Räume hatten ihr mehr als gereicht. Das Erste war dunkel gewesen, weshalb sie das Licht anknippste und schon hatte sie sich gewünscht dieses Zimmer nie betreten zu haben. Dort sah sie ein Pärchen das sie inflagrantie erwischte. Das Ohr an der Tür und die Augen zukneifend versuchte sie das Erlebniss zu vergessen, was auch gelang, jedoch kam ihr das Nächste schon ungefragt in den Kopf. Ein älteres Pärchen wie sie sich grade anzogen. Nun nahm sie das Ohr von der Tür und schüttelte heftig den Kopf, um die Bilder nicht mehr sehen zu müssen. Vergeblich. Reiß dich zusammen, schallte sie sich in Gedanken. Die Hand an der Klinke, das Herz im Kopf öfnette sie die Tür, diese gab ächzend nach und glitt dann wie von selbst ganz auf.

Dunkelheit.
Na toll, dass hatte ihr grade noch gefehlt. Sie betrat den Raum, diesmal lies sie das Licht aus. Hinter sich schloss sie die offene Holztür sorgfältig, somit war es stockfinster, zum Glück für Raika, dass sich ihre Augen schnell an solche Umstellungen gewöhnte. Es dauerte zwar etwas, doch ging es immer noch schneller als bei anderen Menschen. Akribisch besah sie den Raum, niemand außer ihr war dort, so schien es. Sie schritt das Zimmer ab, suchte nach Hinweisen und fand was sie vorher wusste, nichts. Einmal tief Atem holend entspannte sie sich, fuhr mit dem linken Zeigefinger über einige Buchrücken. Dies jedoch, auch wenn es aussah als würde sie jede Vorsicht fahren lassen, war eine Finte. Raika musste näher an den Schreibtisch, der sich in der nähe der Fensterwand befand und somit der Tür gegenüber.
„Sehr löblich.“ Kam die kalte Stimme, die sich anhörte als würde man einen Eispickel ins Herz gestoßen bekommen. Das Mädchen kannte sie, ihr wurde schwindelig. Die Erinnerungen wollten sie übermannen, doch das durfte nicht geschehen. Raika räusperte sich, entschied allerdings weiter zu schweigen. „So schweigsam, wie eh und je.“ Er lachte. „Sophia,... „ Weiter kam er nicht, denn Raike erhob nun ihre monoton klingende Stimme. „Wage es nicht.“ Schweigen. Es herrschte immer noch totale Dunkelheit, doch sie konnte das wiederliche Lächeln sehen, das er immer zur Schau stellte, wenn ihm etwa gefiel. Absurderweise schien er gerne Abfuhren ereilt zu bekommen. Doch weit gefehlt. Er war in Raika vernarrt. Schon als sie kleiner war, bewunderte er ihr Verhalten. Abweisend, schroff, angriffslustig aber auch brav, liebenswürdig und naiv. „Du vertraust immer noch nicht.“ Keine Frage, eine einfache Feststellung. Raika schwieg. Er drehte sich in seinem Sessel vom Fenster weg, um sie ansehen zu können, zum Schreibtisch um und entzündete eine Kerze. Nun konnte Raika ihn richtig erkennen. Dieses schmierige Grinsen, das fettige Haar. „Und? was nun?“ Ein Lächeln umspielte ihre Lippen. Kein freundliches Lächeln, nein. Es zeigte, wie sehr er sie überrascht hatte, nämlich gar nicht. Er stand auf.
„Wir könnten da weiter machen, wo wir aufgehört hatten.“ Immernoch grinste er. Diesmal allerdings siegessicher, denn Raika wich zurück. Sie zeigte Schwäche. Mit den Händen hinter dem Rücken, wich sie immer mehr zurück, dort war die Tür, ihre Sicherheit. Nun blieb er stehen und sie tat es ihm nach. „Was soll das?“ Fragte er spöttisch. Raika jedoch hob nur die Schultern um sie gleich darauf wieder sinken zu lassen. „Neue Angewohnheit, was?“ Wieder dieses Grinsen, das sie dazu brachte sich fast zu übergeben. Jede Nacht sah sie es in ihren Träumen, die sie nicht schlafen ließen. Raika richtete sich zu ihrer vollen Größe auf, wollte kein Opfer mehr sein. Die linke Hand hing nun schlaf an ihr herab. Die Rechte hielt sie immer noch verborgen, sein Grinsen wurde breiter. „Nun zeig schon. Was hast du für mich?“ Sie lies den Kopf hängen, ihr Gesichtsausdruck wechselte von Angst zu Rachsieg. „Was hast du, mein Schmetterling?“ Seine Stimme war näher als zuvor, doch das brachte Raika nicht aus der Ruhe. „Nichts.“ War nun ihre Antwort, die nicht verängstigter hätte sein können und grade als er seine Arme ausbreitete um sie in diese zu nehmen, hob sie den Kopf.
Vor Schock, verharrte er in dieser Position, das Letzte was er sah, waren glühend rote Augen, die an flüssiges Blut erinnerten.
Der Schuss hallte im Raum nach, doch wusste Raika, das keiner der Gäte etwas bemerken würde. Warum auch? Dieser Raum, war der einzige der Schallisoliert war.

Kurz vor dem Saal in dem sich die Gäste befanden, glättete sie ihre Sachen.
Sie betrat den Raum und gab ihren Begleitern an, sie wolle gehen.
Beide entfernten sich formvollendet von ihren Gesprächspartnern.
Sie konnten die Veranstaltung verlassen.
„Alles gut gelaufen?“ Wollte Lucius im Flüsterton wissen. Raika nickte stumm.


Das war das Erste Kap.
Ich hoffe es hat euch gefallen, über Kommi´s würde ich mich sehr freuen.
Dieses Kap hatte, einige Verschönerugen, oder sollte ich sagen, Lücken?
Wollte es nicht zu Blutig gestallten.
Aber das was hier fehlt, wird in einem anderen Kap vorkommen.
(Das heißt, wenn ich es nicht vergesse. XD)

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Zuletzt von Agito Wanijima am Fr Dez 23, 2011 10:56 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   So Mai 15, 2011 12:16 pm

Yeeh endlich =)
gefällt mir weiterhin gut^^
mach weiter ;D

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   So Mai 15, 2011 7:50 pm

Ja sorry, kap drei is beim beta schon angekomen ^^
Schön das es dir gefällt, wär nur gut zu wissen was eig?

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Sa Mai 21, 2011 11:55 am

Du wilst wissen was mir gefällt?
Ich finde die Idee dazu eigentlich gut und dein schreibstyl macht das ganze noch besser
Jedoch darfst du es ruihg blutiger gestalten wobei mir aufällt das ich was zu den Regeln editieren soll xDD
jedenfals ..weiter jen! ;D

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Mi Jun 15, 2011 2:22 pm

Jeeeen wieso machst du nicht weiter? O:

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Mi Jun 15, 2011 2:53 pm

Ich geb Ciu recht.
Du solltest hier mal weitermachen, ich finde die Story nähmlich ziemlich angenehm und gut^^
achja und ich muss wissen wie es weitergeht sonst ist meine Geduld bald zu Ende =P
Mach bitte schnell weiter =)
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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Mi Jun 15, 2011 6:26 pm

Mein beta-leser ist schuld,
ich bin föllig unschuldig...
*wegrenn und versteck*

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Mi Aug 03, 2011 8:55 pm

Geht es hier eigentlich auch weiter Jen?^^

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Mi Aug 03, 2011 9:37 pm

wenn sebo mal ause hüft ekommt ja...
wie gesagt es lieg tnicht an mir,
sondern am beta-leser

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Mi Aug 03, 2011 10:32 pm

Kap 2 „Spaß“
Hier geht es weiter, viel spaß. ^^

Sommer, Sand, Strand und Spaß.
Das wünschten sich doch wohl alle Kinder und Erwachsenen, Entspannung pur.
Doch auch, wenn es brütend heiß war und ausschließlich jeder, der Zeit hatte, am Strand war, musste es auch solche geben, die ihr Leben nicht nur auf Spaß beschränkten. Raika war so eine Person, immer auf Recht aus und nie zufrieden. „Was ist los, Kleines?“ Ein Lichtstrahl verirrte sich in das dunkle Zimmer. „Lucius?“ War alles was man von ihr vernahm. Frage und Aussage zugleich, aber eine Aussage war dies nicht. Lucius hatte sie gestört, wie jedesmal, wenn sie alleine sein wollte. „Was treibst du hier bloß immer?“ Stellte er erneut eine Frage, ohne Hoffnung auf Antwort. Besorgt war er jedes mal, wenn sie sich in dieses Zimmer zurück zog und dennoch redete er es ihr nie aus. „Was gibt es?“ Die Antwort auf Lucius Frage, eine Gegenfrage, typisch Raika. Er kannte sie, nie hatte sie auch nur in Erwägung gezogen, auf die beiden Fragen, die er gestellt hatte, zu antworten. Daher stellte er sie immer wieder, auch wenn man sagt: Aus Schaden wird man klug. Vergebens, wie ihm mehr als nur bewusst war. „Dein Training ist heute gut gelaufen, ausnahmsweise hast du dich nicht selbst verletzt.“ Lachte er und trat nun endlich in das kleine Zimmer ohne Fenster. Auch wenn Lucius merkte, dass Raika genervt war, wartete er auf ihre Reaktion. „Stimmt, heute ist mir zur Abwechslung Lucian auf den Fuß getreten.“ Ein sarkastischer Unterton schwang in ihrer Stimme mit. Das Mädchen wollte zu gerne wissen, was Lucuis von ihr wollte, doch konnte sie nicht verlangen Antworten zu bekommen. Sie beantwortete ja selbst kaum Fragen die er ihr stellte. Lucius lachte in die Dunkelheit hinein. „Unser guter alter Charmebolzen? Lucian? Tritt dir auf den Fuß?“ Nun brach er in schlallerndes Gelächter aus. Schadenfreude war eine Freude, die ihm angeboren war, schien es. „Ja, lach du nur. Aber wusstest du, das er schwerer ist als du?“ Wieder einmal bewies sie, dass sie Humor hatte, doch Lucius hörte abrupt auf zu lachen. Warum? Ganz einfach: Wenn Raika sich nicht selbst verletzte, erledigte das meistens Lucius. Das letzte mal als Lucius sie trainierte, stieg er ihr auf den Fuß. Keine Absicht, klar, das wusste sie natürlich. Aber dieses maleur, welches Raika ansprach, war dem zwei Meter und zehn großem Kerl mehr als unangenehm, jedoch hellte sich dessen Stimmung etwas auf. „Er ist schwerer? Sowas merkst du, wenn dir jemand auf den Fuß steigt?“ „Stell dir vor, ich habe Erfahrung darin. Irgendwer steigt mir immer auf einen von meinen Füßen und wenn ich es selbst bin.“ Sarkasmus war eine von Raikas Stärken geworden, seit sie bei den beiden war. Allerdings war es Lucian zu verdanken, dass sie dieses besas. Raika und Lucian beschmissen sich regelrecht mit Sarkasmus, sei es beim Frühstück oder sonst im Laufe des Tages, dabei lies keiner von ihnen auch nur ein wenig locker. Lucius lachte, eher um die Situation zu entschärfen, als das ihm danach zu Mute war.
Raika wurde es nun wirklich zu nervig, weshalb sie beschloss ihn doch zu fragen. „Lucius? Was gibt es? Du kommst nie um mich aufzumuntern.“ Schon wieder, ohne es zu merken sprach sie in einem leichten sarkastischen Ton. „Stimmt, ich wollte dich holen. Besprechung.“ Nun wurde Raika hellhörig und kroch somit aus ihrem Versteck. Es dauerte nicht lange und sie stand vor ihm. „Deswegen blödelst du mit mir rum?“ War die retorische Antwort auf seinen kurzen Bericht. Lucius drehte sich zur Tür um und beide verließen den Raum.

„Also? Was ist?“ Raika betrat den Saal, ohne darauf zu achten, wer alles anwesend war. „Rai-Chan.“ Ermante Lucian sie, Raika jedoch hob und senkte nur die Schultern und ging mit Lucius hinter ihr, zu seinem Cousin. Dort angekommen stellte sie sich rechts neben ihn, Lucius nahm zu ihrer linken Seite, Stellung. Somti war Raika, wie immer wenn diese drei auftauchten, von Lucian und Lucius flankiert. Das Mädchen sah sich um, um sich einen Überlick zu verschaffen, die Herren an ihrer Seite starrten grade aus. Raika erkannte so einige hohe Persönlichkeiten, die sie jedoch nicht im mindesten zu interessieren schien. Die Tür, durch die sie eben gekommen war, ging erneut auf und die höchste alle Personen trat ein. Diese nahm ihren Platz, an dem länglichen Tisch, ein und deutete dem Rest, es ihm gleich zu tun. Ohne Worte nahm jeder seinen sich angestammten Platz ein, jedoch ohne sich zu setzen. Es war nicht geduldet sich vor dem Oberhaupt zu setzen, dieser jedoch sah, dass jeder seinen gegenüber starr in die Augen blickte. Nur eine nicht. „Summeragie, stimmt etwas nicht?“ Erklang dessen Stimme, diese verneinte. Simpel. „Nö, alles super.“ Setzte sich dann als erstes auf ihren Stuhl. Dieses Benehmen war nicht nur unhöflich, sondern auch verboten und wurde bestraft. Allerdings hatte Raika keine große Lust, da noch drei Stunden blöd vor dem Stuhl zu stehen und in das Gesicht von Elem zu sehen. Lucius räusperte sich, ein Zeichen für seinen Schützling aufzustehen und sich zu endschuldigen. Doch das war ihr reichlich egal. Raika dürfe sich später noch etwas anhören, dies war den dreien bereits klar. Grade als Lucius ansetzen wollte sich für sie zu endschuldigen, sprach der Obere erneut. „Ihr habt sie nicht im Griff.“ Nun war es an Lucius und seinem Cousin sich zu endsculdigen, nur leider musste Raika nun etwas los werden. „Die beiden sind perfekt, jeden anderen hätte ich bereits getötet.“ Eine Beleidigung an das Oberhaupt, auch wenn Lucius sich nun noch mehr endschuldigen musste, hatte er alle Hände damit zu tun nicht laut los zu lachen. Lucian erging es da nicht anders. Es war Mucks-Mäuschen-still. Nun war es an dem Präsidenten dieses Vereins etwas zu verkünden. „Lucius! Lucian! Ihr werdet ihr Benehmen beibringen, oder ihr verliert sie als Schützling!“
Da war es, das ersehnte Vorhaben.
Raika sah zur Decke, ihre Augen funkelten vor Freude, sie hatte es geschafft. Monoton klang ihre Stimme, die nun hoch zu Tage förderte. „Ihr wollt sie abziehen?“ Ein bitteres Lachen verlies die Kehle Raikas. „Versucht doch mal diese Organisatin zu reinigen.“ Ihre Worte fanden eine Unterbrechung. „Es reicht! Diese Unverschämtheit! Lucian! Lucius! Hiermit, wird euch Raika -Mai Sayuri-Summeragie entzogen.“ Angesprochene blieben ruhig und sahen nicht mehr ein warum sie stehen sollten, also taten sie es Raika gleich und setztens ich. „Ihr wagt es!“ Schallte die Stimme des Präsidenten.
Ja sie wagten es. Lucian wusste nicht was in Raika gefahren war und Lucius konnte es sich nur denken. Wissen was in ihr vorging, das konnte wohl niemand. Der Präsident war rasend vor Wut, doch sprach nicht er. „Raika Summeragie wird Elem zugeführt. Minase Yu wird übernommen von Lucius, sowie Rezens Ringy von Lucian übernommen wird.“
Stille. Wer waren diese beiden? Die Cousins wusste es nicht, ein schneller Seitenblick auf Raika und beide wussten, dass sie es sehr wohl wusste und sogar bereits einen Plan hatte. Aber welchen? Raikas Gesicht verzerrte sich von Freude zu Schock, Elem war einer der brutalsten aber auch unfähigsten in ihren Reihen. //Perfekt alles läuft nach Plan. Mal sehen wie Elem mit mir klar kommt.// Sie hatte alles geplant und ihr Plan schien aufzugehen, doch sie kannte Elem nicht wirklich und dadurch wurde er zu einen unkalkulierbarem Risiko. Aber es hiess ja nicht umsonst – No risk, no fun.- Auch wenn es Raika nicht um Spaß ging.
Ansonsten verlief die Besprechung nach Norm. Elem versah Raika immer mit einem finsteren Blick, wenn sie etwas sagen wollte. Lucian und Lucius schwiegen wie Steine und sahen abwesend zu ihrem ehemaligen Schützling. Raika grinste beide fröhlich an, was beide misstrauisch drein blicken ließ. Der Obere quasselte sich den Mund fusselig, nur um zu sagen, dass das Unterfangen von Raika abgebrochen würde. Diese jedoch reagierte nicht und schwor sich im Geheimen, diesem „Befehl“ nicht Folge zu leisten. Der Priester beobachte wärend der Besprechung Lucian, Lucius und Raika genau, um wenig später den Plan zu fassen, ihnen auf die Finger schauen zu lassen. Die war leicht für ihn, da Elem, Mina und Rezens treu ergeben waren. //Diese Dumköpfe wissen nicht mal, das sie nur Marionetten sind.// Freute sich der Schmierlappen von Präsident.
Von seiner Niederträchtigkeit merkte niemand etwas, denn jeder hatte estwas anderes im Sinn. Daher war es ein Wunder, dass die Organisation schon über 10.000 Jahre existierte. Davon wussten natürlich nur die Mitglieder, oder auch Zivilisten, diese jedoch waren keine Menschen. Es sei denn man zählt magisch Begabte zu den normalen Menschen. Zu diesen Begabungen zählten zum Beispeil: Telekinese, Seher die auch als Visionäre angesehen werden, oder auch Elementare. Dies sind jene, die die Elemente kontrollieren können. Jedoch mit Einschränkungen. Ein Eis-Elemantar musste Wasser und kalte Luft um sich haben, denn erst muss Eis erzeugt werden, um es zu verwenden. So ein Eis-Elementar war Elem, so wusste Raika und daher könnte es etwas schwierig für sie werden. Sie war eine Seherin, doch leider sah sie nie Gutes. Die erste Vision die sie hatte, war die der toten Sophia. Drei Tage bevor es geschah. Das Mädchen ließ es sich nie anmerken, doch sie dachte oft an Sophia und das Unglück das diese erleiden musste.
Die Besprächung zog sich wie immer in die Länge, fünf Stunden waren da nicht die Seltenheit. Das es für die „Anwärter“ eher lagweilig wurde, rutschte Raika mit ihren Gedanken wieder einmal in die Vergangenheit.

Schritte hallten in dem Raum wieder, doch noch immer konnte das Mädchen nicht sagen, ob es hell war oder nicht. Dies bedrückte sie schon längere Zeit, nun sollte sich dieser Zustand ändern. „So kleine Raupe, gleich wirst du wieder sehen können.“ Diese Stimme, sie war kalt wie Eis und doch schwang etwas liebevolles in ihr. Wenn auch auf andere Art und Weise, als bei ihren Eltern. Ein Stück Stoff wurde von ihren Augen entfernt, das Licht in dem Raum war zu hell und sie musste ihre Augen wieder zukneifen. Raika wusste nicht, ob Sophia noch bei ihr war. Schlaf kam immer, wenn man ihn am Wenigsten brauchen konnte. Dies hatte sie nun auch gelernt, dennoch sagte sie kein Wort. Ihre Augen gewöhnten sich langsam an die Helligkeit im Zimmer und sie konnte sich umsehen. Zu erst sah sie vor sich und etwas in die Tiefe, dort sah sie eine Steinplatte mit Ketten wie die ihren. Der Blick nach links, verriet nur, dass dort weiter nichts vorhanden war. Dann kam das Unausweichliche. Der Blick nach rechts, in das Gesicht des Mannes, der ihr das Licht wieder gab. Er grinste. Ein widerliches Grinsen, wie Raika feststellen musste. Es war weder freundlich, noch nett, nein, eher hinterhältig und schmutzig. Ihre Augen erst groß vor Schreck, dann schmal um ihm zu zeigen, dass sie keine Vertrauen zu ihm hatte. Ein Lachen seinerseits ertönte und hallte von den Wänden wieder. „Wie rebellisch und das in deinem Alter.“ Wieder grinste er, doch das verstarb schnell. Seine Linke Hand umfasste nun ihr Kinn, sie konnte es nur zulassen, da ihre Bewegung eingeschränkt war. Er küsste sie, löste den Kuss jedoch nach kurzem wieder und fing erneut an zu grinsen. „Brave kleine Raupe, bald wirst du mein Schmetterling sein.“ Nun drehte er sich um und verließ das Zimmer. Raika jedoch begriff nichts, sie merkte nicht einmal, dass sie weinte.

„Raika...Raika!“ Sie wurde gerufen, nur langsam drang dieser Ruf zu ihr durch. „Raika, verdammt!“ „Hm?“ Kam es dann nach kurzem Abwesen von ihr. „Hey, wach auf. Los!“ Raika blinzelte, doch in der Realität war sie noch nicht angekommen. Eine Hand legte sich sachte auf ihre rechte Schulter, leicht und unbemerkbar, fuhr sie in sich zusammen. Nun war sie vollkommen da. „Was ist?“ Fragte sie genervt. „Du warst abwesend.“ Stumm nickte Raika. „Kleines?“ Sie sah zu Lucius auf, der immernoch mit der Hand auf ihrer Schulter zu ihr hinab blickte. „Geht es dir gut?“ Fragte Lucian an Stelle von Lucius. Raika grinste die beiden freundlich an. „Ja. Alles bestens.“ Lucian und Lucius sahen sich an, nickten und grinsten kurz darauf Raika an, um schlussendlich zu gehen.

Ich hoffe es hat gefallen, na dann ich freu mich auf kommis. ^^

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Renji Abarai
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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Mi Nov 09, 2011 8:37 pm

Kap 3 Training

Hier geht es mit dem dritten Kap weiter, viel Spaß und
gebt Bescheid wenn es euch gefallen hat. ^-^


Raika hatte sich das Training bei Ellem schwerer vorgestellt. Doch zu ihrer Überraschung, legte er mehr Wert auf Disziplin als auf Können. Sie war nun drei Monate bei ihm und bekam des Öfteren seinen Gehstock zu spüren. Unterordnen bei jemandem wie Ellem war nicht möglich. Respekt konnte er sich nicht von ihr erwarten. In Technik und Können war sie ihm weit überlegen. Doch sie konnte ihren Plan nicht einfach so einfach fallen lassen. Raika brauchte Mina und Raizens, die beiden waren wichtig für sie. Mina mit ihren medizinischen Kenntnissen und Raizens als Stratege. Es war nicht so das Raika dumm war, sie war schlicht einfach zu faul selbst zu denken. Deshalb hatte es auch so lange gedauert bis ihr Plan umgesetzt werden konnte. Zwei Jahre um genau zu sein, zwei Jahre in denen sie die zwei kennen lernen konnte. Ohne dass jemand anderes sie auch nur gesehen hatte. Durch die Fähigkeit Raikas, wusste sie das Mina und Raizens eintreffen würden.

Sie hatte geplant, alles über den Haufen geworfen und wieder von neuem begonnen. Das alles während sie trainiert hatte, weswegen sie des Öfteren rüge von Lucian bezogen hatte. Raika grinste zu diesen Momenten immer und gelobte Besserung. Sie wurde besser, doch leider war ihre Konzentration damit nicht gemeint. Jetzt wo der Plan stand und Phase eins angelaufen war, musste sie nur noch geduldig sein. Jeder der sie kannte wusste, dass das nicht lange gut gehen konnte. Ja sogar sie selbst, dennoch zog sie es durch und das ohne Lucian und Lucius. Auch wenn es mit den beiden leichter gewesen wäre. Aber genauso wie Raika wusste das Mina und Raizens zur Organisation kommen würden, wusste sie auch das die beiden sauer werden würden, wenn es herauskommen würde. Genau das ist der Grund Lucian und Lucius da heraus zu halten.

Wieder einmal war Raika in Gedanken und merkte nur den dumpfen Schmerz auf ihren Kopf, gelangweilt sah sie auf. „Hm?“ „Pass gefälligst auf, wenn ich dir erkläre wie du mit anderen umzugehen hast.“ Schimpfte ihr neuer Meister unverdrossen. „Ich habe verstanden. Du predigst das ja auch jeden Tag.“ Sie hatte es mal wieder geschafft, jetzt wurde Ellem erst recht sauer. „Was fällt dir ein!“ Der erste Schlag traf die rechte Rippenseite. „Du hast keinen Respekt!“ Der zweite Schlag folgte auf die linken Rippen. „Lucius und Lucian, sind unfähig.“ Der dritte Schlag hätte sie genau im Gesicht getroffen, doch sie lehnte sich nach hinten, ein Purzelbaum folgte und sie stand auf ihren Füßen. „Du wagst es...!“ Weiter kam Ellem nicht. „Es reicht.“ Raikas leise und doch bedrohliche Stimme kündete an, das Ellem einen Fehler begangen hatte.. „Mich kannst du beleidigen, wie du willst. Respekt wirst du von mir nie erhalten. Denn du bildest mich nicht aus, du versuchst mich einzuschüchtern. Aber eines sag ich dir, von Leuten wie dir lasse ich mich nicht klein kriegen..“ Die Bedrohlichkeit, in ihrer Stimme nahm ab, sie beruhigte sich etwas und fuhr fort. „Wenn du noch mal Lucian oder Lucius damit hineinziehen solltest, schwöre ich dir, werde ich dir beweisen wie unfähig du bist.“ Stille. So hatte sich Ellem das Ganze nicht vorgestellt. Raika war nicht nur ungehorsam, sondern auch noch dreist genug zu behaupten er könne nichts. Er schwor sich, ihr das Gegenteil zu beweisen auch wenn er noch nicht wusste wie.
Raikas ruhiger Blick, traf auf den von Ellem, entschlossen und bereit zum Kampf. Doch bevor er noch ein Wort sagen konnte, was Raika verschwunden. Wie war das möglich, er hatte sie die ganze Zeit im Auge behalten. Ohne dass er es gesehen hatte, musste sie sich bewegt haben, aber dies war unmöglich. Aber sie war weg, das war unbestreitbar. Wie hatte sie dies angestellt. Stimmte es etwa was Raika zu Ellem sagte und er war unfähig?


Währenddessen bei Lucius, der alle Hände damit u tun hatte seine neue Schülerin zu lehren. Mina war wie er bereist wusste eine Heilerin und genau dort lag die Schwierigkeit. Er hatte keine Ahnung war sie können musste, oder kann und selbst wenn er es wüsste, er könnte damit nichts anfangen, wüsste wahrscheinlich nicht einmal was damit gemeint war. „Also gut, was kannst du?“ Mina sah ihren Meister an, atmete tief durch und sagte kein Wort. Verdutzt sah er sie an „Was ist?“ Kein Wort, doch sie wich zurück und starrte ihn durch große verängstiget Augen an. „Was hast du?“ E blieb immer noch freundlich, wie damals bei Raika. Mina öffnete den Mund, doch es kamen nur unverständliche laute hinaus. „Tut mir leid, aber ich versteh kein Wort.“ Mina kniff die Augen zusammen und schrie. „Spinne!“ mit einem Satz war sie auf den Beinen und rannte in Richtung Tür. Lucius sah sich in der Zeit um und rief ihr ein „Stopp“ zu, das sie ohne Wiederworte befolgte. Lucius nahm das Tier und setzte es an die frische Luft. „So.“ Meinte er grinsend, setzte sich wieder auf seinen Platz und kloppte auf den ihren. „Sie ist draußen.“ Scherzte er und Mina die bei dem Wort „Stopp“ auf der Stelle so verharrte wie sie war, bewegte sich nun auf ihren Sitzplatz zu. „D-danke.“ Beschämt sah sie zu Boden. „Keine große Sache.“ Kurz herrschte zwischen den beiden Stille, als Lucius wieder das Wort ergriff. „Also?“ Verwundert sah das Mädchen, ihren Meister verwundert an, was diesen dazu veranlasste zu lachen. Er brauchte kurz um sich wieder zu fassen und sah es für nötig sich zu erklären. „Du hattest grade den gleichen Gesichtsausdruck wie Rai, als wir uns das erste Mal unterhielten.“ Mina verstand, dass er sich nicht über sie lustig machen wollte und fragte nach. „Also, was?“ Ihre zarte Stimme die sich so zerbrechlich anhörte, ging Lucius durch Mark und Bein, doch blieb er äußerlich wie immer unbeeindruckt. „Was kannst du?“ Wiederholte er seine Frage von vorhin. „Ach so.“ Mina nickte und überlegte. „Im Großen und Ganzen kann ich heilen. Wobei ich sagen muss, dass ich es nur mittelmäßig kann.“ Sie schwieg, doch es brannte noch eine Frage in ihr, die sie unbedingt stellen wollte. Jedoch war es der falsche Augenblick. „Frag.“ Ob der Aufforderung sah Mina ihren Meister an und ohne etwas zu Fragen, beantwortete er ihre kleine Frage. „Ich bin so etwas wie ein Empathen.“ Vor Staunen, wurden Minas Augen immer größer. „Unglaublich.“ Flüsterte sie eher für sich. „Deine Frage, solltest du schon stellen. Empathen sind keine Gedankenleser.“ Lachte er kurz auf. „Ja.“ Schweigen, Mina wusste einfach nicht wie sie fragen sollte. „Also es ist so...“ Wieder eine Pause. „Du möchtest?“ Betreten knetete sie ihre Hände und Lucius reichte es. „Also wirklich. Ich bin nicht Jesus. Jetzt spuck schon aus.“ Bestimmt aber immer noch freundlich brachte er sie dann doch zum Reden. „Ich möchte Kämpfen können.“ Lucius grinse. „Das bekomm ich hin, nur das medizinische Zeug, da bist du bei mir falsch.“ Nun war es an Mina zu grinsen. „Das glaube ich nicht.“


Lucian sah seinen neuen Schüler einfach nur an, verzog keinen einzigen Muskel. So verharrte er in eine sitzenden Position, während sein Schüler in des zappelte und hampelte. Doch er realisierte, dass Lucian ihn genau beobachtete. Raizens stand auf und umschritt seinen Meister in einem großen Kreis. Keine Bewegung, nicht einmal die kleinste war von Lucian zu sehen. Mürrisch nahm Raizens dies hin und kurz entschlossen sprang er seinem Meister auf den Rücken und kuschelte sich an diesen. „Meister.“ Flüsterte Lucians Schützling in dessen Ohr. Doch auch diesmal zuckte er nicht einmal mit der Wimper. Hatte er seine Augen eigentlich schon mal kurz geschlossen, überlegte Raizens. „Mensch du lebst doch also beweg dich.“ Er schüttelte Lucian von rechts nach links und vor und zurück. Resigniert gab er auf und dachte bei sich das es nicht wahr sein konnte. Er ließ Lucian los und drehte sich um, damit er mit seinem Meister Rücken an Rücken da sitzen konnte. Doch als sein Rücken den des älteren berühren sollte war dort kein wiederstand und Raizen legte sich hin. Während dieser sich umgedreht hatte, war Lucian zwei Schritte zur Seite gerutscht.
Nun war die Situation klar. Raizens hatte nicht das Recht so mir Lucian umzugehen, dies wurde ihm nun sehr schnell klar. Immer noch auf dem Boden liegend sah er zu Lucian auf und murmelte ein „wow“ nach dem anderen. „Es geziemt sich nicht, für einen Mann sich einem anderen so zu nähern.“ Raizens war von der Stimme verzaubert, die so ehrlich in seinen Ohren wiederhallte. Nun fragte er sich wirklich, ob er nicht doch auf Lucian stand. Kopfschüttelnd verneinte und verdrängte er diesen Gedanken wieder. „Gut, dann solltest du dich nun vom Boden erheben.“ Der Schüler gehorchte und stand unelegant auf. „Erster Punkt: Eleganz verbessern.“ Raizens starrte den älteren und ohne das er seien Frage stellte sprach Lucian weiter. „Für die Damen, müssen Männer elegant sein. Nur so kannst du dir gewiss sein, die perfekte Ausstrahlung zu haben.“ Der Schüler nickte und fragte sich selbst ober hier falsch war. Sollte Lucian nicht Im Kampf gut sein? Warum war er nun bei einem Charmebolzen gelandet? „Weil du es verdienst.“ Unterbrach Lucian die Gedanken Raizens. Dieser öffnete seine Augen weit und ohne dass er seine Gedanken ordnen konnte, sprach Lucian weiter. „Deine Erste Aufgabe wird es sein, „Punkt eins“ zu erlangen.“ Daraufhin drehte sich Lucian um und verließ den Raum. Ließ somit einen verwirrten Mann zurück, der im hinterherstarrte ohne das noch etwas zu sehen war.

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Di Nov 22, 2011 10:24 pm

Kap 4 Einer weniger

Das Training der Schüler verlief Tag für Tag gleich. Raika bekam von Ellem Schläge, was diese veranlasste ihrem Meister zu zeigen, dass er nicht der größte war.
Mina bekam Kampfunterricht, was für sie schwerer war, als sie angenommen hatte. Sie wusste das Raika von den Cousins abgezogen worden war, weshalb sie dachte das Training sei lachhaft. Der Abend war ihr Freund, da hieß es eine Stunde baden.
Raizens musste immer wieder feststellen, dass Lucian der perfekte Mann war und er sich langsam in seinen Meister verleibte. Dieser ignorierte es wie fast alle solche Annäherungen, was seinen Schüler zur Verzweiflung trieb und nicht mal “Punkt Eins“ erlernte.

Eines Tages, während es hieß die Meister sollten zu einem Treffen waren Mina und Raizens an dem Grundstückeigenen Brunnen. Raika trainierte weiterhin, heute stand bei ihr Ausdauer auf dem Plan, dabei sah sie die anderen beiden und grinste. Mina sagte grade, dass ihr Training zu noch einmal umbrächte. „Mich bringt meine Liebe noch mal um.“ Scherzte Raizens im ernst, doch das Mädchen merkte nicht das es die Wahrheit war und lachte. „Wenn ihr Probleme habt, könnt ihr mit den beiden auch reden.“ Erschrocken fuhren die angesprochenen herum und bemerkten Raika. „Wie meinst du das genau?“ „Was? Das interessiert dich? Ich würde lieber wissen, wie sie es geschafft hat sich anzuschleichen!“ Raika grinste und beantwortete erst einmal Minas Frage. „Ganz einfach: Wenn dein Training zu schnell oder zu hart ist, geh zu Lucius und sag ihm das. Er wird es abändern.“ Sie streckte sich und überlegte dabei wie sie das andere erklären sollte, beschloss dass grade heraus das beste sei. „Das „anschleichen“ ist „Punkt Fünf“ Lucians Plan und nicht der leichteste. Ellem ist nur auf Disziplin aus und eure jetzigen Meister auf Erfolg und Können.“ Die Frau zuckte die Schultern. „Punkt Fünf?“ Raizens seufzte. „Wie viele Punkte gibt es denn?“ „An die einhundert.“ Raika sprach dies aus als gäbe es schlimmeres, was Raizens natürlich anders sah. So riefen die beiden jüngeren im Chor „Was?“. Mina und Raizens sahen sie erschrocken und leicht verängstigt an. „Das kann nicht sein. Bei welchem Punkt bist du?“ Auf diese Frage wusste Raika nicht wirklich eine Antwort. „Ab „Punkt Zwanzig“ heißt es immer nur „Hast du neue Erfahrungen gesammelt“.“ Raizens musste sich auf diesen Schock erst mal setzen, Raika kam um den Brunnen herum und gesellte sich somit näher zu den beiden. Ihre Gedanken beschäftigten sich damit, dass alles nach Plan lief. „Das ist Wahnsinn!“ „Wie weit bist du, Raizens?“ „Eins.“ Darauf musste Raika schweigen dieses ernüchternde Ergebnis ließ sie staunen auch wenn sie es nicht zeigte. Mina wollte wissen was „Punkt Eins“ denn genau war, Raika erklärte es ihr und Mina brach in schallendes Gelächter aus. Raika blieb ruhig und Raizens deprimierte zusehends. Nach einiger Zeit hatte sich Mina wieder beruhigt. „Was ist daran so schwer?“ Beide Frauen sahen zu dem Hahn im Korb, der zu Boden sah. „Ich bin schon immer ein Elefant gewesen.“ „Auch Elefanten können anmutig sein.“ Mina verstand nicht was das alles mit Tieren zu tun haben sollte, also sah sie von einem zum anderen. „Gut dann leg dich mal auf den Brunnenrand und steh auf als wärst du fließendes Wasser.“ Das hatte jetzt nicht einmal Raizens verstanden, weshalb Raika es vorführte. Sie legte sich auf den Rand, als würde sie sich sonnen. Auf Kommando von Mina stand sie elegant wie eine Katze auf und wurde wachsam, was man jedoch weniger sah. „Du brauchst Eleganz um deine Feinde in die Irre zu führen. Wenn du zum Beispiel: Grade irgendwo endspannst und dann bemerkst das dich jemand beobachtet, wäre es ein Nachteil, für dich, wenn der Beobachter merken würde das du ihn ausfindig gemacht hast.“ „Also haben alle „Punkte“ einen Sinn?“ „Durchaus. Bei einigen jedoch, muss man überlegen welchen.“ Raika verabschiedete sich um weiter zu machen. Die zurück gebliebenen sahen ihr verwundert aber auch dankbar nach. Ihnen wurde klar das Raika die bessere Ausbildung genossen hatte. Nun hieß es auch, für sie weiter zu trainieren, der Anreiz war wieder da. So brauchte man keinen Meister, beide wussten nun was und wieso sie dies taten.

Die Besprechung war zu Ende und der Tag ebenfalls. Es wurde angekündigt dass Ellem, Lucius und Lucian zusammen Lehren sollten. Wie nicht anders zu erwarten war, stieß man dabei auf Wiederwillen von Ellem und dennoch musste er sich fügen. Es war ein Befehl dann man nicht so einfach ignorierte. Der Oberste hatte es schließlich nicht als eine Art Bitte gemeint und mit erheblichen Konsequenzen gedroht, sollte einer der drei auch nur einen Fehler begehen. „Ihr habt sie nicht gut trainiert.“ „Deine Beschwerde ist nicht haltbar.“ „Und ob sie das ist! Sie wiederspricht mir und das immer und bei allem!“ „Da fragt man sich „Wieso?“ Schon mal daran gedacht, dass sie keinen Respekt vor dir hat?“ „Das sagst ausgerechtet du, Lucius? Wie soll man vor euch Respekt haben?“ „Es ist uninteressant, was du unter Respekt verstehst, Ellem.“ „Ist das so!“ „Durchaus.“ Das Gespräch der drei drehte sich nun mehr über drei Stunden, dass Raika in Ellems Augen schwach war. Lucian und Lucis sahen dies anders, womit sie auch Recht behalten sollten. Nur würde dieses recht, wohl erst später zum Tragen kommen.

Es klopfte, Raika stand mürrisch aus ihrem Bett auf und ging zu ihrer Tür. Davor blieb sie stehen und schnauzte ein unfreundliches „Was!“ „Los, raus! Aber dalli!“ Raika schlug ihren Kopf einmal gegen die Wand und fragte sich im Stillen was ihr Meister um drei Uhr morgens von ihr wollte. „Warum?“ „Weil ich das sage! In zehn Minuten am Brunnen!“ Es kam keine Antwort mehr, was Raika schon im Bad verschwunden um sich fertig zu machen. Ellem der draußen stand verfluchte sie aufs Neue- „Keine Erziehung, keine Manieren!“ Murmelte er während seine Füße ihn schon Richtung Treffpunkt trugen.

Wie nicht anders zu erwarten war, war Ellem der Erste. Nach ihm kamen Mina und Raizens, sie begrüßten sich. Nach zehn Minuten kamen dann auch Lucian und Lucius. „Kein Wunder wenn meine Schülerin keine Manieren hat.“ „Dir auch einen guten Morgen.“ Kam es gelangweilt von Lucius. „Wir bitten um Entschuldigung, wir hatten noch etwas zu erledigen.“ „Das wäre? Einmal noch duschen?“ „Mit Nichten. Du bist unfreundlich, Ellem.“ „Was verständlich ist, Lucian. Raika ist wieder einmal zu spät.“ „Sie hatte heute Abend Dienst. Da sollte man Nachsicht haben.“ „Nein! Ihr zwei war schon Nachsichtig genug!“ Grade als Lucius das Wort ergreifen wollte, erklang die Stimme Raikas. „Nachsichtig bin ja wohl ich. Da steht man, hier drei Minuten du wer bekommt es nicht mit? Ellem, genau.“ Ellem drehte sich um, brachte kein Wort heraus und starrte nur in das Gesicht seiner Schülerin, die ihn vorgeführt hatte.

Raika streckte sich und ging an Ellem vorbei, zu ihren wirklichen Meistern. „Morgen, kleines.“ „Morgen, Lucian und Lucius.“ Sie grinste, umarmte beide und wartete ab was nun los war. Lange musste sie nicht warten, hatte Lucius das Wort schnell an sich genommen, da Ellem immer noch nicht fähig war dies zu tun. Lucius erklärte, wie das weitere Training aussehen würde, woraufhin Mina und Raizens begeistert waren. Ellem der sich wieder gefangen hatte, ging auf Raika zu und erklärte auf seine eigene Art, dass sie einen Fehler begangen hatte.
Drei Schläge, dann griff Lucian ein. „Mich düngt so wird es nie etwas mit dem Respekt von Ihr für dich. Schläge hat noch nie geholfen Respekt zu erlangen.“ „Mich dich nicht ein!“ Raika war in dieser kurzen Zeit zu den anderen Schülern gewechselt und unterhielt sich mit Mina. „Sag mal, das mit dem Stock, hat er euch auch so trainiert?“ Mina nickte nur, Lucian kam auf die kleine Truppe zu während Ellem nach Raika brüllte, diese seufzte. „Ich bin hier.“ Ihr Meister drehte sich zu ihr um. „Du! Was fällt dir ein!“ „Eine Menge, wenn man betrachtet, dass du keine Energie-signaturen wahrnehmen kannst.“ Raikas Stimme war ruhig, leise, bestimmt und schneidend zu gleich. Es war die Wahrheit. Alles was Ellem konnte, war Mensch sein. Nicht begabt im Kampf oder in den magischen Fähigkeiten, konnte er sich nur auf Disziplin beschränken. Doch dies half ihm nicht, Raika war ihm überlegen. Das wusste er nun selbst, wollte es aber nicht hinnehmen, konnte es nicht. Sein Stolz stand ihm dabei ihm Weg. „Das büßt du mir!“ Seine Letzten Worte, voller Hass, die ankündigten, dass dies nicht das Ende war. Dann ging er ohne ein weiteres Wort. „Wie war das mit Gemeinschaftstraining? Mein Meister hat den Abgang gemacht.“ „Da musst du mal zum Obersten und vergiss den Bericht nicht.“ Raika ließ lautstark ihre Luft aus den Lungen und stapfte bedrückt von dannen. Bericht schreiben mochte sie noch weniger als Trockenübungen.
Verwunderung lag in den Gesichtern von Mina und Raizens, die die ganze Situation zwar mitverfolgt hatten, aber so gut wie nichts verstanden. „Sie ist schon in der Lage Berichte schreiben zu dürfen.“ Scherzte Lucius und Lucian ergänzte. „Raika ist nicht nur Schülerin, sondern auch Ausbilderin.“ Mina und Raizens wurde klar, dass Raika definitiv nicht war wie sie.

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Di Jan 17, 2012 9:12 pm

Kap 5 - Trainingskampf

Der Bericht war eingereicht, das Training verlief reibungslos. Mina hatte Raikas Vorschlag angenommen und ihr Training wurde herruntergestuft, nun kam sie damit zurecht. Raizens versuchte, wie raika es ihm sagte, herauszufinden, welcher Sinn hinter den einzelnen Punkten stand. Er bewältigte so Punkt eins und gelage zu Punkt fünf, der, wie er erfahren hatte, nicht einer der leichtesten war, und er konnte nur zustimmen. Sich an erfahrene Kämpfer herranzuschleichen dabei seine eigene Deckung nicht aufzugeben und immer wachsam zu sein, war nie leicht und bedurfte Wissen über den Feind, über dessen Unachtsamkeit oder eben über bessere Kentnisse der Umgebung, jedoch war das nicht alles. Solange man es wusste, konnte man im Vorteil sein, jedoch machte dieses Wissen nur die halbe Miete.
Die Umsetzung war ein Problem, mit dem Raizens zu Kämpfen hatte, Minase jedoch hatte genau die gleichen kleinen schwierigkeiten wie er, jedoch half es nichts, Raika deswegen Löcher in den Bauch zufragen, sie konnte ihnen nicht mehr weiterhelfen. Beide trainierten eifrig und bei jeder kleinen Gelegenheit, dennoch war die Aussicht auf Erfolg gleich null. Mina und ihr Kollege vergassen schlicht und ergreifend, dass sie sich nicht nur an die drei ihnen bekanten anschleichen konnten. Teil des Trainigs war es, eben auch so etwas in Erfahrung zu bringen und Erfolge zu verbuchen.

Raika trainirte indes mit einem bekannten die Waffenführung. Lucian meinte nie ohne Grund „Training ist das ganze Leben.“ Damit hatte er recht, so wie Raika immer wieder feststellen konnte. Wer nicht jeden Tag trainirte, konnte nicht besser werden, oder gar einrosten.

Der Kampf von Raika und Lyzern ging nun schon etwa eine Stunde. Beide zeigten bereis die ersten Ermüdungserscheinungen, doch bevor nicht einer aufgab, würde dieser Kampf solange weitergehen bis einer umfiel.
Gerade parierte Raika mit ihrer ausergewöhnlichen Sense den Schwerthieb ihres Gegners. Dieser meinte: „Wenn du so weitermachst, werden wir vor Erschöpfung zusammenbrechen.“ - „Dann habe ich wenigstens nicht verloren.“ - „Aber auch nicht gewonnen.“ Raika lief los, schwang ihre Waffe in der rechten Hand über ihre Schulter, kam sogleich bei Lyzern an, ließ ihre Sense von der einen Hand in die andere gleiten und holte so statt von rechts oben von links unten aus. Lyzern konnte im letzetn Moment parieren und die Sense mit seinem Schwert auf dem Boden fixieren. Doch Raika war zu nah an ihn herrangekommen und konnte ihn mit der rechten Faust in seinen Magen schlagen. Sie hatte ihre ganze Kraft in den Schlag hineingelegt, was Lyzern nur zu gut spürte. Er beugte sich vor, holte tief Luft, um den Schmerz ausblenden zu können, doch dadurch gab er die Sense wieder frei und Raika konnte sie erst leicht nach links ziehen, um dann nach rechts zuzustoßen. Lyzern blieb nichts anders übrig, als sich auf den Boden fallen zu lassen. Damit rechnete Raika und sie stieß die Sense, als wäre es eine flüssige Bewegung auf die Stelle, an der er lag. Ihr Kontrahent, rollte sich zur Seite und die Sense bohrte sich mit der gesmten Klinge in den Boden. Lyzern hatte sich von dem Schlag weitgehend erholt, sprang auf die Füße und holte mit dem Schwert aus. Er rechnete damit, dass Raika ihre Sense loslassen würde. Dem war nicht so. Stattdessen zog sie sich an dem Stab empor und stand nun auf der Sense. Lyzern, wirbelte herum und starrte sie an. „Wolltest du mich umbringen?“, fragte er. „Möglich“, antwortete Raika. Lyzern schüttelte den Kopf, ein Fehler, den Raika zu nutzen wusste. Sie sprang behände vom Stab der Sense, zog die Klinge derselben aus dem Boden und schwang sie mit beiden Händen über ihren Kopf. Lyzern hörte, wie die Klinge aus dem Boden gezogen wurde, und konnte deswegen ausweichen, jedoch musste Raika nur eine Hand vom Stab der Sense lösen, um Lyzerns Bewegung zu verfolgen. Sie traf ihn am Rücken, er schrie auf, sie lachte.

Raizens, der sein Training kurzerhand unterbrochen hatte, um dem Kampf beizuwohnen, staunte nicht schlecht. Er war Stratege und sah somit, dass keiner der beiden sich etwas schenkte, wobei dies ein Freundschaftskampf sein sollte. Raika war seiner Meinung nach impulsiv am Werk, während Lyzern mit Bedacht Kämpfte. Es faszinierte ihn so sehr, dass er sein eigenes Training komplett vergass und nicht einmal damit rechnete, dass ihn jemand ansprechen könnte. „Und wie läuft dein Training?“, fragte eine Stimme. Raizens, erschrak so sehr, dass er herumwirbelte und mit dem Hintern dem Boden guten Tag sagte. „Verdammt. Erschreck mich doch nicht so!“, rief er. „Du bist nicht bei der Sache. Dass du dich erschrickst, sollte dir nie wieder passieren. Das nächste Mal könnte es dein Tod bedeuten“, sagte die Stimme wieder. „Ja, ich weiß“, beteuerte Raizens. „Also?“, hakte die Stimme nach. „Ich versagte beim Training, wie man bemerkt“, gab Raizens, von sich selbst beschämt, zur Antwort. Er wusste, was Punkt fünf genau bedeutete, und daher wurmte es ihn umso mehr, dass er schon wieder versagt hatte. Er ab seine Niederlage zu und das war gut so. Somit wusste Lucian, der die andere Stimme besass, wie er Raizens helfen konnte. Nur würde er ihm nicht helfen. Wie auch? Es lag an Raizens, dass er immer wieder den gleichen Fehler beging.

Mina hatte sich versteckt, war jedoch genauso von dem Kampf gebannt wie ihr Kollege. Jedoch sah sie, anders als Raizens, nicht den technischen Aspekt sondern die Eleganz, Leichtigkeit und Kraft, mit der Raika kämpfte. Lyzern war in ihren Augen weniger imposant, ja schon fast langweilig wie er immer wieder von Raika bedrängt wurde. Raika kämpfte ihrer Ansicht nicht, sie tanzte.

Angriff von rechts, erst der ganze Körper nach vorne. Um weniger Angrifsfläche zu bieten, dreht sich Raika zudem zur Seite und greift dann mit ganzem Schwung an.
Für Mina war es als würde Raika nicht mit dem Gegner kämpfen, sondern mit ihrer Sense tanzen. Respekt machte sich bei ihr breit, Bewunderung für eine Person die einen Kampfstil hatte, den sie selbst nicht für möglich gehalten hätte. „Einfach unglaublich“, flüsterte sie in das Blattwerk, das ihr Versteck sein sollte. „Nicht wahr? Sie hat sich das selbst antrainiert. Leider hat auch dieses Kampfstil ein großes Problem“, bemerkte ein noch Unbekannter. Mina zuckte zusammen, stand auf und drehte sich hastig um. „Lucius!“, rief sie. „Ja. Hallo“, scherzte er und deutete ihr dann, mit ihm zu kommen. Die Beide gesellten sich zu Lucian und Raizens. „Und?“ - „Er war wie sie.“ - „Das heisst, die beiden trainiren heute länger?“ Lucius nickte. Er und Lucian hatten sich darauf geeinigt, dass, wenn ihre Schüler abgelenkt wurden, sie bis spät Nachts trainieren mussten. Mina stand neben Raizens und hatte gehört, was ihnen blühte, doch ihr Kollege war zu sehr auf den Kampf fixiert, um überhaupt etwas mitzubekommen.

Es klirrte und schäpperte, als wären Töpfe umgeschmissen worden. Der Kampf war immernoch nicht vorbei. Raika hatte einige Schrammen und Stichwunden davongetragen. Lyzern war jedoch nicht verschohnt geblieben: Ihn zierte eine Stichwunde am Bein, drei Schnittwunden an der linken Flanke und eine weitere auf dem Rücken und doch hielt er sich immernoch. „Gib auf, oder du stirst uns hier.“ - „Ach was. Mina ist doch heilerin.“ - „Ja, aber keiner perfekte.“ - „Blödsinn, das wird reichen.“ Die beiden keuchten und schnauften beim Reden oder besser beim Schreien. Sie standen zwei Meter voneinander entfernt. „Sei nicht dumm!“ - „Was für eine Zeit ist rum?“ Raika verstand nicht, was Lyzern meinte, und schaute zu den anderen vier Leuten. Lucian zuckte die Schultern. Er konnte ihr demnach auch nicht weiterhelfen. Raika sah wieder zu ihrem Gegner, der bedrohlich zu schwanken angefangen hatte. „Lyzern! Gibt auf!“ - „Warum?“ - „Weil du zu viel Blut verloren hast!“ Lyzern, der sich auf seinen Knien abgestützt hatte, sah zu Raika auf. Sein Blick wurde trüber, er ignorierte es und stand wieder aufrecht. „Was redest...“ weiter kam er nicht, denn er sackte auf die Knie runter. Raika ließ ihre Sense fallen und war bei ihm, bevor er den Boden ganz berührte. „Verdammt.“

Mina rannte los, um den beiden zu helfen, jedoch kam sie nicht als Erste an. Vor ihr waren Lucian und Lucius schon dort, um Raika Lyzern abzunehmen und ihn auf den rücken zu legen.“Nicht hinlegen!“ befahl Mina aufgebarcht und in Sorge. Die drei sahen sie fragen an. „Die verletzungen am Rücken sind mit die schlimmsten. Wenn dort Sand hineinkommt, ist die Chance einer infektion sehr hoch.“ Lucian zog seinen Mantel aus und breitete ihn auf dem Boden aus. somit konnte Lyzern, daraufgelegt werden. Somit konnte Mina den Rest erledigen und alle anderen hatten die Gelegenheit, sich etwas entspannen.

Raizens musste nun erstmal etwas loswerden. „Geiler Kampf, ich hätte nicht gedacht das er so läuft“, Sprach er begeistert. „Die Analyse hat ergeben, dass Raika im Vorteil war und dennoch hat sie einigen Schaden genommen, viel mehr als nötig gewesen wäre.“ Raika sah ihn verblüfft an, sie wusste, dass er ein guter Stratege war, aber das seine Analysen so gut waren, hatte sie nicht gewusst. „Soll das heißen, du hast dich zurück gehalten?“ Raika nickte nur auf die Frage von Lucius, der nicht verstehen konnte, warum sie so gehandelt hatte. Dies verstand jedoch keiner und auf die Frage "Warum?" würde sie keine Antwort geben. Raizens fragte jedoch danach und bekam ein Schulterzucken als Antwort. Damit konnte man nichts anfangen und Raizens würde somit nicht noch einmal fragen. Raika drehte sich um und blieb stehen. „Mina, alles klar?“ - „Alles bestens, deine Verletzungen werde ich mir auch noch ansehen.“ - „Nicht nötig.“ Damit ging sie zu ihrer Sense, hob diese auf und ging einfach weg.

Lucius seufzte theatralisch. „Sie macht mich krank.“ - „Das bist du beeits.“ - „Glaubst du?“ - „Durchaus.“ Lucian schickte Raizens wieder zum Training, was dieser murrend tat, und wartete auf Mina, bis diese alles erledigt hatte. Dies war eine Viertelstudne später der Fall. Lyzern konnte also davon getragen werden. Mina schwor nach einer kleinen Pause, weiter zu trainieren: Sie wollte Raizens in nichts nachstehen und deshalb trainirte sie genauso hart wie er, um eines Tages mal an Raika heranzukommen. Doch wusste sie, dass bis dahin eine Menge Zeit vergehen würde.

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   So Jan 29, 2012 11:13 pm

Erste Mission

So es geht wieder weiter.
Viel spaß und
ein Kommi wär mal nett. ^^
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Es kam der Tag an dem das gelernte umgesetzt werden musste. Raika kannte ihre Aufgabe, Mina und Raizens, mussten lediglich Raikas Anweisung folgeleisten. Diese durfte nach Beendigung, darüber einen Bericht verfasse, ob Erfolg oder Niederlage. Gleichzeitig gab sie so auch eine Einschätzung ihrer beiden „Schützlinge“ zu Papier. Vor solchen berichten graulte es der jungen Frau am meisten, sie mochte einfach keinen unnützen Papierkram und komischer weise schien es immer ihre Aufgabe zu sein, solch eine Zeitverschwendung zu tätigen. Aber wie hatte Lucian früher immer zu ihr gesagt: „Wer das eine will, muss das andere mögen.“. Früher als sie noch kleiner war, fand sie dass dieser Satz auch von ihrer Mutter hätte stammen können. Nun da sie älter war, interessierte es sie schlicht und ergreifend nicht mehr. Raika war sogar der Meinung, dass ihre Mutter diesen kleinen Satz immer gepredigt hatte. Jedoch konnte sie sich nicht so wirklich daran erinnern, alles was mit ihrer Familie zu tun hatte, gingen zum einem Ohr rein und beim anderen wieder hinaus. Warum dies so war, konnte Raika gar nicht mehr so genau sagen. Es war eine dieser vielen Sachen, die sie nicht interessierte. Hier in der Organisation, hatte sie Leute gefunden die ihr wichtig waren, sogar sehr wichtig. Warum? Das war einfach zu sagen. Diese Leute hatten ihr das Leben gerettet. Weshalb sie ihnen einerseits ewig dankbar sein würde und andererseits auch wieder nicht.
Seit dem Tag der Entführung, wusste sie nicht ob es sie überhaupt noch lohnte zu leben, oder es besser war ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch nun hatte sie Verantwortung, nicht nur für sich sondern auch für andere. Raikas Ausbildung war zwar lange noch nicht zu ende, aber sie konnte bereits das was sie an Erfahrung besaß weitergeben. Dementsprechend war sie sowohl Schüler als auch Ausbilder in einer Person, eine der wenigen Sachen die sie an ihrem neuen Leben mochte. Ja dies hier war ihre zweite Chance auf ein neues Leben, ihr zweites Sein. Ohne das sie es sich erhofft hatte, oder gar gewünscht. Nun musste sie es leben, ob sie wollte oder nicht.

Diese und ähnliche Gedanken gingen der jungen Frau durch den Kopf, während sie ihre Schüler auf ihre Plätze dirigierte. Es war eine der leichtesten Übungen, wenn man es schon öfter gemacht hatte. Raizens, hatte ihr hierfür genügend Informationen verschafft, damit sie einen Plan ausarbeiten konnte.
Grade hockte Mina auf einem Baum, Raizens auf einem Dach und Raika unter einem Fenster. Im Gebäude war es ruhig und dennoch mussten die drei achtgeben keinen Alarm auszulösen. „Okay, Raiz. Go.“ Das Signal, damit Raizens die Tür aufbrechen konnte. Es dauerte nicht lange und die Antwort „Bin drin.“ ertönte in den Gedanken von Raika und Mina, letztere sprang vom Baum auf das Dach um ihrem Teamkollegen Unterstützung zu geben. Raika blieb vorerst noch an Ort und Stelle, noch war ihre Zeit nicht gekommen. Raizens, meldete aus dem Haus, dass die Luft rein sei. Mina folgte dem Herren in ihrer Gruppe und Raika verlagerte ihre Position auf das Dach. Die Jüngeren waren nun gleich auf, hatten die Tür erreicht, hinter der ihr Ziel lag. „Blaue Tür erreicht.“ Meldete soeben Mina woraufhin ein „Los!“ von Raika ertönte. Die Beiden reagierten, Mina ergriff und betätigte die Türklinke. Abgeschlossen. Laut den Informationen schloss der Hausherr diese Tür nie ab, was war falsch gelaufen. Sie übermittelte Raika die Information. Wie immer war der Kopf der Truppe die Ruhe selbst. „Keine große Sache. Raizens, deine Aufgabe.“ Raizens, bearbeitete das Schloss so schnell wie er konnte. Eine Art Klicken war zu hören und die Tür sprang einen Spalt breit auf. Mina sah durch diesen Spalt hindurch und erblickte nur absolute schwärze. „Scheint keiner da zu sein.“ „Wird sich zeigen.“ Raizens lehnte sich an die Tür, schob diese weiter auf und sah sich den Raum an, Dunkelheit. Laut Raika durften sie kein Licht verwenden, so mussten sie ihre Augen doppelt anstrengen. Doch egal wie sehr sich die beiden bemühten, sie sahen nichts. „Gut gemacht.“ „Scheiße! Musst du mich so erschrecken?“ „Uns.“ „Ihr zwei solltest auf sowas immer vorbereitet sein, das habt ihr gelernt!“ Raika schob sich an den beiden vorbei, leise wie eine Katze betrat sie das dunkle Zimmer. Die jüngeren bewunderten sie immer wieder, für ihre lautlose und geschmeidige Art. „siehst du was?“ fragte Raizens im Flüsterton. „Ich seh meistens etwas.“ Raika sprach in normaler Lautstärke, was ihre Kollegen wunderte. Sie sahen sich beide fragen an und zuckten synchron die Schultern, um dann wieder auf Raika zu achten, die sich grade an einem Regal zu schaffen machte. „Was ist?“ Mina, traute sich immer noch nicht, lauter zu reden als Raizens vorher. „Erstens: Hört auf zu flüstern. Zweitens: Macht euch Licht und helft mir.“ Nun waren die beiden jüngeren total verwundert, erst hieß es kein Licht und nun doch? „Der Alarm, wurde mit aufbrechen dieser Tür ausgelöst.“ Erklärte, Raika bevor unnötige Fragen gestellt wurden. Das schien die beiden, wieder in die Realität zurück zu holen und begannen somit Raika zu helfen.

Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis gefunden war, was gesucht wurde. Jedoch fand Raika etwas seltsam, der Alarm wurde schon vor mehr als Fünf Minuten ausgelöst und dennoch war nichts zu hören. Was sollte ihr dies sagen? Nun mussten die drei aber erst einmal verschwinden, später würde noch genug Zeit bleiben um dieses kleine aber feine Detail zu lüften. Die Gruppe verschwand, schlossen die Türen die sie aufbrachen wieder und entkamen wie sie gekommen waren.

Im Zwischenversteck angekommen, wollte Raika es dann wissen. „Was ist euch aufgefallen?“ eine Frage die sie immer stellte und darauf eine Antwort verlangte. „Nichts.“ Gab Raizens zu verstehen, während Mina nickend zustimmte. „Denkt noch mal drüber nach.“ befahl Raika ihnen und begann dann ihren Bericht zu verfassen. Mina und Raizens, sahen ihren Gruppenchef, verwirrt an, taten aber wie befohlen.

Raika beendete fürs erste ihre Schreibarbeiten und sah auf. Dem Anschein nach hatten die anderen aufgegeben, herauszufinden was Raika meinte und waren eingeschlafen. „Aufwachen!“ rief sie, woraufhin ein „wie?“ und ein „Was?“ zu vernehmen war und die beiden kerzengrade standen. „weder –wie- noch –was-. Wir sollten weiter. Packt eure Sachen und auf geht´s.“ Mina und Raizens entspannten sich wieder und holten ihre restlichen Sachen. „Kinder.“ Verständnislos schüttelte Raika den Kopf. Es war viertel nach zwei Uhr morgens, sie hatte fast eine Stunde gebraucht um diesen blöden Bericht zu verfassen. Abermals schüttelte die Frau ihren Kopf „Unfassbar.“, schallte sie sich selber. Stand jedoch dann von ihrem Stuhl auf, der ihrer Meinung mal erneuert werden könnte, auf. Die jüngeren im Team, waren schon fertig und Raika gesellte sich zu ihnen um aufzubrechen. Noch immer ließ Raika es nicht los, das keine wachen am Ort des Geschehens aufgetaucht waren. Sie seufzte, zum Glück das niemand reagierte.

Später, als es dann abends war und die drei die ganze Zeit damit zubrachten wieder in ihr Zuhause zu kommen, entspannte sich jeder da es endlich in Sichtweite kam. Mina und Raizens stürzten ins Haus und somit in die jeweiligen Bäder, Raika jedoch musste erst noch ihren Bericht abgeben und einen vorläufigen Mündlich erstatten. Wieder sie etwas das sie nicht verstand, wozu einen mündlichen Bericht, wenn sie den schriftlichen gleich einreichte? „Überflüssig.“ Murmelte sie beiden diesem Gedanken und ging in das Büro des Hauses um ihre Aufgabe zu beenden.

Eine ganze Stunde Später hatte sie dann ihre Ruhe, sie tappte, total übermüdet in ihr Zimmer, zog sich aus, ließ heißes Wasser in die Wanne laufen. Ihre Gedanken beschäftigten sich immer noch mit der Frage, die sie auch im Büro eröffnet hatte. Doch auch den Anderen fiel dazu partout nichts ein. Seufzend setzte sie sich in die Badewanne, ließ das Wasser ihren Körper abspülen, sie lehnte sich zurück und stöhnte leise wohlig auf. Diese Belohnung hatte sie sich verdient, auch wenn noch lang nicht genug feuchtes Nass ihrem Körper gut tun konnte. Raika schloss die Augen, hörte den Rauschen des Wassers zu und fühlte es auf ihrer Haut, im richtigem Moment schaltete sie den Wasserhahn ab und ließ sich ganz in die Wanne hinein gleiten. „Herrlich.“

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Di Apr 10, 2012 9:39 pm

Kap 7 Altes Leid

Raika entspannte sich Zusehens in dem eigentlich zu heißem Wasser, doch ihr tat es nur gut. Sie merkte, dass ihre Gedanken immer mehr abdrifteten, ließ es zu und gönnte sich den Luxus, in Erinnerungen zu schwelgen.

>Flahback<
„Raika. Raika! Wach auf, Raika!“ Jemand rief sie, doch die Stimme ließ sich nicht zuordnen. Niemand in ihrer Umgebung, hatte eine so leise, zierliche und liebliche Stimme. Langsam erwachte sie aus ihrem Delirium und nahm den Geruch nach Moder und verschimmeltem Holz war. Stimmte ja, die kleine Raika war nicht in ihrer gewohnten Umgebung, sie war an die Decke gefesselt. Vorsichtig öffnete sie ihre Augen, gewohnte Dunkelheit hüllte sie ein. Ihr Magen fing an hektisch zu flattern, so kam es ihr vor. Doch das junge Mädchen, kannte diese Angst und schüttelte sie locker ab. Wie lange mochte sie nun schon hier eingesperrt sein? Sie wusste es nicht mehr. „Raika?“ kam es wieder und diesmal erkannte sie die Stimme. „Sophia?“, fragte sie. Sophia antwortete: „Na endlich, ich dachte schon du seiest nicht mehr da.“ „Wo soll ich sonst sein? Die lassen uns doch nicht raus. Mich zumindest nicht“, antwortete Raika. „Sei froh, ich möchte lieber hier drin bleiben, als mit ihnen mitzugehen“, kam die Antwort. Erst jetzt fiel Raika auf, dass die Stimme leiser war als sonst. Schnell machte sich neuerliche Angst breit, keine Angst die ihr den Magen umdrehte, sondern eher diese Art von Angst, die ihr die Luft abschnürte. „Was haben sie gemacht?“, fragte Sie. Stille kam ihr entgegen, Sophia antwortete nicht und das war eine Seltenheit. Sie fragte: „Soph?“ Antwort: „Ja?“ Raika hakte nach: „Was ist mit dir?“ „Das Übliche“, sagte Sophia, „Du kennst das doch. Auch wenn ich glücklich darüber bin, dass ich die bin die es erleiden muss.“ Raika schwieg und beide wussten, dass nun für eine Weile diese beängstigende Stille herrschen würde. Sowohl Sophia als auch Raika selbst wussten nicht wie man über so etwas reden sollte. Wie auch, beide waren grade einmal vier Jahre alt und mussten schon den Horror erleiden, den Erwachsene aus dem Fernsehen kannten.
Wie Raika wusste, war Sophia an eine Art Tisch gefesselt, genau wie sie selbst, mit Eisenketten. Wieso grade Eisen, das wusste sie nicht. Auch hatte sie beschlossen über solcherlei Dinge nicht nach zudenken. Manchmal war es eben leichter etwas zu akzeptieren, wenn man sich keine Fragen stellte. Ohne zu wissen, dass Raika bereits fünf Tage in Gefangenschaft lebte, versuchte sie immer noch sich zu befreien. Ihre Arme schmerzten genauso wie ihre Handgelenke. Es war eben nicht einfach, einen Meter über den Boden zu hängen und nur dann hinunter zu kommen, wenn Sophia nicht im Raum war. Wieso diese Verbrecher sie gerade dann runter ließen, verstand die kleine auch nicht. Vielleicht würde sie es irgendwann verstehen, doch sie glaubte nicht einmal mehr daran, dass sie überhaupt gerettet werden. Sophia sagte immer wieder “Der Glaube, bewirkt schon viel. Glaube daran, dass wir gerettet werden.“ Wenn Sophia das Gesicht von Raika sehen könnte, wann immer sie dies sagte, würde selbst das Mädchen ihre Hoffnungen begraben. Immer wieder dachte Raika darüber nach, wie Sophia so was sagen konnte. Schließlich war sie schon länger als Raika eingesperrt und wurde diesbezüglich auch länger schlecht behandelt. Wobei schlecht noch untertrieben war, wie Raika wusste.
In ihrer Überlegung versunken bekam sie zu spät mit das die Tür geöffnet wurde. Gleissend helles Licht viel hinein und Raika musste die Augen zusammen kneifen, leider war es bereits zu spät und sie hatte das Gefühl, erblindet zu sein. Niemand kümmerte sich um Raika, denn es war wie immer. Sophia war wichtig und wurde wieder einmal mitgenommen. Es war noch nicht lange her, als das Mädchen gebracht wurde, wieso holte man sie schon wieder ab. Raika traute sich nicht die Augen zu öffnen, zu groß waren die Schmerzen und dennoch versuchte sie es. Einen Spalt schaffte sie es und sah undeutliche Konturen. Drei Männer, schätzte sie und Sophia die schlapp zwischen ihnen hing. Raika wollte ihr helfen und zappelte herum, jemand kam zu ihr und schlug brutal auf sie ein. Raika konnte Sophia schreien hören. Sie bettelte, dass man aufhörte Raika zu schlagen. Doch anscheinend hatte man gefallen daran gefunden, das kleine Mädchen als Sandsack zu gebrauchen. „Es reicht, hör auf.“ Der Anweisung wurde gefolgt und Raika schwang vor und zurück, oder was es nach rechts und links? Sie konnte es nicht sagen. Konnte nichts mehr sehen und hören, sie wollte einfach nicht mehr. Die Tür schloss sich und das Mädchen war wieder allein in der Dunkelheit, jedoch war es nicht still und leise. Vor der Tür, schrie Sophia erneut und man konnte erahnen, was diese klatschenden Geräusche zu bedeuten hatten. Ein dumpfer Aufprall folgte. Sophia wurde geschlagen und Raika erlaubte es sich zum ersten mal, wieder zu weinen.

>Flachback Ende<

Erschrocken fuhr Raika aus ihrem Schlaf hoch. Verwirrt sah sie sich um, das Wasser in dem sie lag, war bereits kalt geworden. Sie besah es sich und nahm nur am Rande wahr, dass es über den Wannenrand schwappte. Die junge Frau, war erschüttert. An dies hatte sie sich schon Ewig nicht mehr erinnert und wieso grade jetzt? Üblicherweise, kamen die Erinnerungen nur am Todestag von Sophia, wieso träumte sie also jetzt davon? Sollte dies eine Warnung sein, ein Zeichen? Wenn es eine Warnung war, wovor? Wenn es aber ein Zeichen war, in welche Richtung? Gut oder schlecht? Hilfe oder Verderben? Immer noch saß sie einfach nur da, das Zittern ihres Körpers nicht wahrnehmend. Erst nach und nach, sickerte das Begreifen in ihren verstand. „Ach scheiße, ich muss raus hier“, murmelte sie zu sich selbst und stand auf, trat auf die Fließen vor der Wanne und setzte sich auf den Rand. Wieso, funktionierte ihr Gehirn so schrecklich langsam? Raika schüttelte den Kopf und trocknete sich gemächlich ab, immer noch mit den Gedanken in der Vergangenheit.

Die Erinnerung an die letzten zwei Tage kam wieder in ihr Bewusstsein, ersetzten die des Traumes und Raika war wieder in der Jetzt-Zeit angekommen. „Wieso? Alarm ohne Polizei, das ist unlogisch. Verfolger hatten wir auch keine“, überlegte sie laut, da sie diese Gedanken behalten wollte. Es war leichter diese zu ergründen, als die, die sich um Sophia drehten. „Was wenn wir Sender tragen? Nein auch unwahrscheinlich, das hätten wir am Tor gemerkt“, fügte sie an. Sie zermarterte sich wirklich den Kopf, kam aber nicht auf das richtige Ergebnis.

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BeitragThema: Re: Zu viel für ein Leben   Mi Apr 18, 2012 10:27 pm

Kapitel 8 - Nichts

Grillen, die zirpen, und Dunkelheit. Jedoch nicht so das man nichts sehen könnte. Es war eben ein Wald bei Nacht, leider so einer, der sehr dicht bewachsen war und nicht einmal der Vollmond mehr Licht spenden konnte.
Raika kannte diesen Wald, zwar nicht so, dass man sagen könnte „Wie ihre Westentasche“, aber es reichte aus, um sich nicht zu verlaufen und das war sehr wichtig für das Mädchen. Als sie das erste mal hier war, war sie grade einmal sechs Jahre alt und nun war sie zehn Jahre älter und ohne Begleitung. Nicht, dass sie sich ängstigte, dies war nicht der Fall. Das Mädchen wusste, dass sie ein Dorf suchte, oder besser aufsuchen sollte. Dort lebten Leute die ihr helfen konnten. Sie hatte einen Fehler begangen, einen über den sie nicht mit Lucian und Lucius reden konnte. Denn diese beiden konnten ihr dabei nicht helfen, sie hatten ihr ja nicht die Kunst der höheren Magie beigebracht.
Ein Knacken im Unterholz, bewegungslos blieb sie stehen, sah sich um. „Wo kam der Nebel her“, fragte sie sich im Stillen und Kälte kroch ihren Körper hinauf. Wieder vernahm sie dieses verräterische Geräusch, es kündigte an, dass sie in der Falle saß. Aber was war anders diese Nacht? Wieder versuchte sie zu ergründen, woher der Angreifer, nein die Angreifer kamen, doch die Geräusche verstreuten sich immer mehr und ein ausmachen der Quelle wurde unmöglich. Ein unterdrückter Fluch und das kleine Mädchen konzentrierte sich wieder. Irgendwie musste sie herausfinden, wer da hinter ihr her war. Lucian und Lucius waren es nicht, dass war klar, die würden niemals so eine Vorgehensweise einschlagen.

Das Knurren war ein eindeutiger Beweis, dass es Tiere auf Raika abgesehen hatten. Das hatte dem jungen Mädchen grade noch gefehlt. „Lasst den Mist, ich brauche eure Hilfe.“ Rief sie den vermeintlichen Bekannten zu, sie konnte einfach nur hoffen das sie diejenigen kannte die, grade mit ihr spielten. Eine Art Lachen war zu hören, jedoch sehr verzehrt.
Hinter Raika ertönte ein Jaulen, hastig drehte sie sich um, um zu erkennen das sie sich geirrt hatte. Die kleine wollte weglaufen, doch man versperrte ihr den Weg und sie saß in der Falle. Das zweite Tier knurrte und fletschte die Zähne, das Jaulen erlosch und das seltsame Lachen setzte wieder ein. Raika fühlte sich, als sei sie in einem Traum, doch sie wusste zu hundert Prozent, dass dem nicht so war. Leise vor sich hin murmelnd, erprobte sie ihre Neue Fähigkeit, wobei neu auch übertrieben war, sie hatte sie immer in sich, seit dem sie in den “Schatten“ lebte. Doch erst seit kurzen, konnte sie sie mehr oder weniger herbeiführen, wenn sie es wollte. Raika mochte Tiere, aller Art, auch wenn sie dies nicht immer zeigte. Wieder jaulte einer der Wölfe, sie waren noch jung, das wusste Raika und dennoch gefährlicher als sie aussahen. Zu jeder Zeit musste man sich in acht vor Tieren nehmen vor allem vor Wölfen.

Umzingelt war Raika nur von zweien, doch sie wusste das das jaulen von eben ein Rufen für die anderen war. Es hieß also sie müssen sich beeilen, wenn sie noch lebend aus dem Kreis der beide herauswollte. Doch dann kam ihr ein Gedanke, „Wieso sollte ich Leben? Ich will es ja nicht einmal.“ Doch ihre Beschwörungsformel zeigte bereits Wirkung und ihre Hände erglühten im dunklen Rotton. Die beiden Wölfe gingen wieder auf Abstand, doch das Mädchen sackte auf die Knie. Was sollte sie tun? Sich zerfleischen lassen und Schmerzen ertragen?
In Gedanken spielte sie das Szenario durch. Wolf Nummer Eins setzte zum Sprung an, traf mit den Vorderpfoten auf ihren Brustkorp und riss sie zu Boden. Der Aufprall fuhr ihr durch alle Knochen, ein leises schmerzerfülltes stöhnen entrang sich ihr, als die Klauen sich ihr in die Brust schlugen. Raika schrie, Blut floss aus den Wunden, wurde schnell zu einem anhaltenden Schmerz der unerträglich zu sein schien.
Ein Knurren riss sie aus ihren Gedanken, die zu lebhaft waren um nur Fantasie zu sein. Doch dieses Knurren war, lauter, tiefer und irgendwie bekannt. Raika drehte sich um und sah einen Wolf von der Grösse eines Pferdes. Das Fell war pechschwarz und glänzte eher matt im Mondschein, der durch die Baumkronen brach. Ein weiteres Tier dieser Rasse brach durch Farne und anderes Gestrüpp. Bei dem Anblick, zogen die kleineren, normalen Wölfe den Schwanz zwischen die Hinterläufe und liefen mit wehleidigem Jaulen davon. „Was wird das hier, räudiges Ding?“ Raika sah zu dem zweiten Tier, das sie gerettet hat, ihre Hände glühten immer noch und die Augen des Tieres waren auf diese gerichtet. „Ich, wollte nur.“ Sie wurde von dem schwarzen Wolf unterbrochen. „Was wolltest du? Den Wald anzünden? Na herzlichen Glückwunsch, das wirst du schaffen, wenn du so weiter machst.“ Raika stand auf, diese beiden taten es schon wieder, immer mussten sie sie kleiner machen als sie war. „Jetzt hör mir mal zu, ihr eingebildeten Mistviecher! Ich fackle hier rein gar nichts an!“ Raika war sauer, das schafften nur die beiden Wölfe so schnell doch so schnell, wie sie sauer wurde, beruhigte sie sich, löschte das Glühen und sah zum Mond. „Ich brauche eure Hilfe.“


Im Dorf angekommen, war es wie immer, sie hatte die beiden gefunden die ihr helfen konnten, jedoch waren sie nicht wirklich hilfreich als Wölfe. Dies hatte zur Folge, dass sie an einem kleinen Feuer auf die beiden warten musste. Noch immer verstand sie nicht, warum diese arroganten Wölfe ihr halfen. Schließlich konnten beide Raika nicht leiden, aus welchem Grund auch immer. Das Mädchen wollte über solche Dinge nicht nachdenken, wie hieß es immer: “Trauere nie über vergossene Milch.“? Die kleine dachte zurück an den Vorfall, als sie die beiden Wölfe das erste Mal sah. Sie waren hilfsbereit, dies hatte sich nicht geändert. Jedoch waren sie auch schon immer unhöflich zu ihr gewesen, wenn man jedoch daran dachte, wie sie mit Lucian und Lucius umgingen, konnte man wirklich den Eindruck bekommen, sie würden Raika regelrecht hassen. Eilig schüttelte Raika ihren Kopf, diese Gedanken waren im Moment nicht hilfreich und würden es wohl nie sein.
Schritte näherten sich, „Also, was ist los?“, fragte einer. Schon wieder dieser Ton, den Raika nicht leiden konnte. Zwei Männer setzten sich zu ihr an das Feuer und besahen sich das kleine Mädchen genau, diese jedoch starrte unverwandt in das Feuer. Sie fing an: „Ich glaube, ich habe Tela.“ Das Mädchen unterbrach sich, eine Träne fand ihren Weg über ihre Wange. Hastig wischte sie diese weg und holte tief Atem. „Ich habe Tela in Schlaf versetzt“, bekam sie dann doch zustande. Die Männer sahen sich verständnislos an. „Und?“, fragten sie. Raika sah auf. Der Wolf der vorher schwarz gewesen war, war nun ein Mann im alter von 35Jahren. Ihn zeichneten viele Narben auf dem Oberkörper aus. Sein aussehen, zeigte seinen Charakter, wie Raika immer wieder feststellen durfte. Gestresst antwortete sie: „“Und?“ Sie wacht nicht mehr auf, egal was ich tue.“ Hysterie machte sich bei dem jungen Mädchen breit, doch sie schluckte diese hinunter und holte zum zweiten Mal in dieser Nacht tief Luft. Diesmal war es der zweite Mann der sich zu Wort meldete: „Was genau hast du gemacht?“ Raika sah den Mann an der dem anderen so ähnelte, jedoch hatte er keine Narben auf dem Oberkörper sondern eher im Gesicht. „Ihr wisst doch das ihr mir neulich diesen, Schwebezauber gezeigt habt?“ Beide Männer nickten, „Ich wollte ihn testen, doch Tela, schlief ein anstatt zu schweben. Mittlerweile ist das zehn Stunden her und ich weis nicht was ich tun soll.“ Stille trat ein, die Männer überlegten und Raika starrte wieder in die Flammen.
Nach einer Weile kam dann Schwung in die Runde: „Ich hab es“, sagte einer, „Sie muss die Worte –Else Reda Temo Vere- mit –Alse Reda Demo Vere- verwechselt haben.“ „Ich glaube du hast recht, Lyka.“, kommentierte der Zweite. Der andere meinte wieder: „Danke Bruderherz, du bist immer so nett zu allem und jeden.“ Raika sah auf, sie hatte an Lyka noch nie Sarkasmus feststellen können, dies überraschte sie doch sehr. Allerdings, erntete er von Lyká nur einen finsteren Seitenblick und alles war wieder vorbei.
Wieder kehrte Stille ein, anscheinend überlegten die Zwillinge, die sich nicht nur ähnlich sahen, sondern auch noch fast gleich hießen, wie man das Problem beheben konnte. Raika sah wieder einmal in das Feuer, das mehr Holz vertragen konnte, jedoch wollte sie nichts anfassen das ihr nicht gehörte. Doch plötzlich stand Lyká auf und sah wie ein Mörder auf sein Opfer zu Raika hinunter. Raika sah verwundert zu ihm hinauf, allerdings schien das nicht von Lyká gewollt zu sein, denn er schien regelrecht sauer zu werden. „Steh auf, verflucht noch mal. Du Katzenvieh raubst mir noch den letzten Nerv“, schimpfte er. Der andere meldete sich: „Lyká. Was ist denn los?“ Lyka klang besorgt, so kannte er seinen Bruder nicht, aber Raika gehorchte, auch wenn es nicht ihre Art war, zu springen, wenn es jemand von ihr verlangte. „Wir gehen los“, kam es im Befehlston vom Älteren. Der jüngere sah ihn verständnislos an und daraufhin schnappte Lyká sich Raika und schleifte sie hinter her. Auf Proteste von dem Mädchen wurde gar nicht erst geachtet, jedoch sah Lyka es nicht gerne wenn das Mädchen so rüde behandelt wurde. „Lyká, würdest du sie alleine gehen lassen?“, sagte er. „Wäre nett, ich hab nämlich Beine mit Füßen dran“, kam dann auch mal wieder Raika zu Gehör. „Du bist ruhig, Mistvieh“, meinte Lyká wiederum. So langsam wurde es der Kleinen zu bunt und sie wurde wütend. Sie rief aus: „Jetzt hör mir mal zu, du aufgesetzter Flohzirkus“, Sie riss sich von dem stärkeren und größeren los und funkelte ihn bedrohlich an, „Ich weis das du Katzen nicht magst, wuhu was ein Wunder, ich kann dich auch nicht leiden.“ Die beiden Brüder waren verdutzt, so hatte sich ihnen gegenüber wohl noch niemand aufgeführt und es war dem Mädchen egal, sie ließ sich nicht rumschupsen wie ein blödes Huhn. Raika zog ihre Sachen wieder zu Recht und ging dann als wäre nichts gewesen in die Richtung in die Lyká wollte. Raika wusste wohin der Lykaner wollte, zu Tela, nur blöd, wenn man nicht wusste wo sie war. Raika musste sich unweigerlich fragen, wieso Wölfe nicht richtig zu denken scheinen. Schweigend gingen die zwei mit Raika nach Hause, oder doch eher auf das Anwesen.

Allerdings war der Weg nicht grade gut erhellt, im Gegenteil: Irgendwie schien es noch dunkler zu sein als vorher. Raika sah sich prüfend um. Irgendwas stimmte doch nicht. Die Zwillinge sahen das Mädchen fragend an, doch diese achtete weder auf die zwei noch auf ihre Blicke. Die Kleine regte sich keinen einzigen Millimeter mehr und das machte selbst die sogenannten Hüter des Waldes unruhig. „Hey, Flohzirkus, fällt dir nichts auf?“, fragte sie. Lyká wusste, dass er gemeint war und schärfte alle seine Sinne noch etwas mehr, jedoch wusste er nicht, was sie meinte. „Stumm“, stellte der andere fest. „Danke, Lyka“, meinte Raika. Lyka hatte gesagt, was einem aufzufallen hatte: Der Wald war still, nicht nur windstill sondern auch ohne Tiergeräusche. Selbst im Dunkeln wurde gejagt und es gab Laute der Tiere zu hören, nun jedoch nichts.
Nun waren alle drei darauf aus, zu lauschen, was nun los war, jedoch konnte keiner der drei etwas ausmachen. Ohne Vorwarnung wurde es gleißend hell, Raika musste ihre Augen zukneifen und sogar einen Arm davor tun. Ihren Kameraden wird es wohl nicht anders ergangen sein. Es dauerte einen Moment bis sich ihre Augen an die Helligkeit gewöhnt hatten und dann sah sie sich in einem komplett weißen Raum wieder. Wobei Raum das falsche Wort war. Keine Kanten oder Decken, sie schien zu schweben und auch wieder zu stehen. Wo war sie und warum?

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